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Hedingen, den 28. 1. 2002

Irrfahrt im Dezember 2001 / Januar 2002

Ich warte schon seit August 2000 auf eine Einwanderungsbewilligung nach Norwegen. Die Antwort auf mein im Juli eingereichtes Einwanderungsgesuch für Kanada sollte erst Ende 2002 kommen. Die 75 im September/Oktober nach Norwegen geschickten Bewerbungen waren absolut erfolglos.

Ende November erhielt ich endlich nach einem einjährigen Streit nach Beschlagnahme meines Heimatscheines durch die Behörden und nach der schriftlichen Zusicherung, die Schweiz im gleichen Jahr zu verlassen, einen Schriftenempfangsschein (nur zum Erwerb der Identitätskarte und zur Verlängerung des Passes, jedoch nicht zum späteren Rückerhalt des Heimatscheines). Sonst wäre ich ohne gültige Papiere in die EU verreist.

 

(Um das ganze Tagebuch zu lesen klikke hier)

 

 

Anfang Dezember hielt ich das Versprechen ein. Ich wollte auch nicht mehr immer wieder meine enteigneten Fahrzeuge auf der Strasse sehen, die mich daran erinnerten, dass ich in diesem Land niemandem vertrauen darf und in diesem Staat keine Rechte habe. Ich hatte kaum noch Hoffnung, die Schweiz normal verlassen zu können. Ich stellte alles in meiner Werkstatt zusammen, damit ein Teil vermietet werden konnte. So fuhr ich mit der Bahn nach Locarno und ging zufuss das Onsernonetal hinauf und über einen Pass, bestieg einen Berg mit wunderschöner Rundsicht und stieg hinab nach Malesco in Italien. Ich schlief auf fast 2000 m Höhe draussen. Am Morgen hatte sich zwischen Schlafsack und Schlafsackhülle eine Eisschicht gebildet. Dann durchquerte ich über 2 Pässe einen italienischen Nationalpark nach Cuzzargo. Auf beiden Pässen fand ich unerwartet ein Biwak, also ein sehr schönes nicht verschlossenes Haus, in dem ich mir etwas kochen und im 1. Stock auf dem Holzboden schlafen konnte. Wenn mich ein Italiener nicht zufällig gewarnt hätte, wäre ich im Tal zwischen den Pässen, dem Valle Grande eingeschneit worden. Der Ausgang des Tales war durch eine Schlucht versperrt.

Darauf reiste ich nach Verbania am Langensee und nach Turin, wo ich das Gebirgsmuseum, ein Automuseum und ein Museum über Aegypten ansah. Alle 3 Museen sind sehr sorgfältig gemacht und zeigen das Thema sehr eindrücklich und ausführlich.

Das Gebirgsmuseum zeigt Tiere, Pflanzen, Holzarten, Gesteinsarten, den Bau eines Stausees und einer Telefonleitung im Gebirge, viele Modelle von typischen Häusern in den Alpen und Klubhütten, alte und neue Karten, Bilder und Fotos von bekannten Bergen, vor allem natürlich von Mont Blanc und Monte Rosa und im obersten Stock hat man eine Rundsicht über Turin und die Berge dahinter, die auf einer Panoramazeichnung beschrieben sind. Am Abend war das Gebäude und die Kirche daneben blau beleuchtet und viele blau leuchtende Ringe schwebten über dem Vorplatz.

Das Automuseum zeigt viele alte und weniger alte Autos, Motoren und Carrosserien. Die Autos sind sehr interessant, jedoch die Polster und Interieurs sind oft in einem sehr schlechten Zustand. An den Wänden hängen Scharzweissfotos von "gewöhnlichen" Leuten in den 50er Jahren ohne Thema "Auto".Die Fotos gefielen mir sehr gut. Im unteren Stock war eine momentane Ausstellung über "Kunst an Autos und mit Autoteilen". In einem Video wurde die Renovation eines alten Mercedes Cabriolets gezeigt, das anschliessend auf asiatische Art sehr bunt angemalt wurde. Viele zu einem "Kunstwerk" umfunktionierte Raddeckel waren zu sehen, aber auch andere Carrosserieteile und Bilder.

Das Aegypten-Museum soll sehr bekannt sein. Es soll das grösste Aegypten-Museum auf der Welt sein, was ich allerdings bezweifle. Ich könnte mir vorstellen, dass die Aegypten-Ausstellung im Britischen Museum grösser ist. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass das Turiner Museum das schönste und informativste Aegypten-Museum ist. Stolz wird gezeigt, wie eine italienische Gruppe Archäologen Ausgrabungen gemacht hat. Viele Gegenstände aus allen verschiedenen Dynastieen der Aegyptischen Hochkultur sind zu sehen. Es wird anschaulich gezeigt, wie die Leute in den verschiedenen Epochen lebten und Landwirtschaft betrieben. Daneben werden natürlich Sphinxe, Sarkophagen und Modelle von Pyramiden und Höhlen gezeigt.

Nachher fuhr ich mit der Bahn nach Süden nach Borgo san Dalmazzo südl. von Cuneo und mit dem Bus nach Pietraporzio, wo einmal mehr eine Jugendherberge unerwartet geschlossen war. Ich übernachtete ein Dorf weiter in einem Posto tappi(?). Am nächsten Tag ging ich zufuss über den Col de Maddalena in das erste französiche Dorf Larche. Hier blieb ich 3 Nächte in einer Auberge, deren Geranten in der gleichen Woche eröffnet hatten. Ich spazierte soweit in die Berge Richtung Mairatal, wie der Schnee zuliess. Am Abend las ich in einem Buch, das ich mitgenommen hatte, übers Mairatal, seine Geschichte, seine Zeit während dem 2. Weltkrieg und seine heutige Bedeutung. Das Wirteehepaar erzählte mir über ihre Heimat, die Auverne im Zentrum von Frankreich, nach der sie schon starkes Heimweh hatten. Sie fuhren mich am letzten Tag nach Barcelonette. Nachdem ich dort 2 Tage lang Wanderwege, die immer wieder wegen Erdrutschen gesperrt waren, benützte, fuhr ich mit dem Bus nach Digne und von dort am nächsten Tag mit der Chemin de fer de Provence nach Nizza und weiter nach Savona.

Diese Jugendherberge ist in einer alten Festung am Meer. Am Abend war ein Fest in der Festung. Die meisten Leute waren in Engel, Hirten, Schlossdamen oder Ritter verkleidet. Sie tanzten zu klassischer Musik. Der Hof wurde mit farbigen Lichtern und drehenden Spiegeln wie in einer Diskothek beleuchtet. Kunstausstellungen in der Festung wurden besichtigt. Es war 23. Dezember.

Am nächsten Tag musste ich weiter reisen, da die Jugi angeblich besetzt war, ich glaube aber eher, dass sie geschlossen wurde. Auch die Jugi in Alessandria war unerwartet geschlossen, aber die Bahnfahrt dorthin war sehr schön. So fuhr ich im Dunkeln noch nach Verona, wo die nächste offene Jugi war. Ich blieb über Weihnachten in Verona und unternahm Spaziergänge durch die Stadt und die Umgebung. Ich besuchte eine Ausstellung mit Bildern von Munch, viele Bilder kannte ich aber schon von Oslo.

Nach einer (bisherigen) Denkpause war geplant, nach Rahovec im Kosovo zu flüchten. Ich musste aber erfahren, dass die Familie, zu der ich ziehen wollte, unterdessen für einige Monate in die Schweiz verreist war.

Die Jugi in Triest war unerwartet voll und so fuhr ich wieder 100 km zurück nach San Vito. Am nächsten Tag zuerst zufuss nach Casarsa und mit der Bahn wieder nach Triest. Am Abend bei Dunkelheit mit dem Bus an die Grenze und mit Bahn und zuletzt Taxi via Ljubiljana nach Bled. Dort blieb ich über die Neujahrstage. Am ersten Tag, dem 30. Dezember fuhr ich nach Ljubiljana. Ich fand eine sehr schön beleuchtete und feiernde Stadt. Vom erhöhten Schloss aus sah man über ganz Ljubiljana. In einer 3-D-Videoshow wurde die Geschichte der Stadt von den Pfahlbauern bis heute gezeigt. Mit dem 20. Jahrhundert haben sie aber irgendwie Mühe.

Am nächsten frühen Morgen ging ich im See von Bled schwimmen, allerdings nicht weit. Nach dem ausgiebigen Frühstück wanderte ich wie an den folgenden Tagen durch Sloweniens Wälder und um den See von Bled. Dies war wegen dem Schnee und Eis oft mühsam.

Am Morgen des 3. Januars fuhr ich nach Villach. Nun wollte ich intensiv eine Arbeitsstelle suchen. Mein Geld wurde langsam knapp. Unterdessen hatte ich gemerkt, dass ich höchstens in einem deutschsprachigen Gebiet Chance habe, Arbeit zu finden. In den 4 gekauften Zeitungen fand ich aber fast keine Stelleninserate. So fuhr ich am nächsten Tag nach Wien weiter. Auch hier war nicht sehr viel zu finden. Ich gab selber ein Stelleninserat auf, hatte aber fast kein Echo. Die Zeitungen waren nur voll von Berichten, dass die Arbeitslosenzahlen über Neujahr stark zugenommen hatten. Ich besuchte Stellenvermittlungsfirmen, schrieb einige Bewerbungen und stellte mich in einer Firma für Messgeräte vor. Dort erhielte ich eine Arbeitsstelle, der Monatslohn von 1350 Euro brutto ermöglichte mir aber nicht, meine Maschinen einzustellen. Dazwischen spazierte ich durch Wien und besuchte das Architektur-Museum, das aber nicht viel bot.

Auf Empfehlung eines andern Jugibenützers reiste ich nach Stuttgart weiter. Im Arbeitsamt fand ich 3 Autosattlerstellen und viele Stellen für Konstrukteure. Ich schrieb dort Anfang vorletzte Woche 60 Bewerbungen und stellte mich in verschiedenen Vermittlungsagenturen und 5 grundsätzlich interessierten Firmen vor. Am Sonntag sah ich im Völkerkundemuseum eine sehr interessante Ausstellung über Afghanistan. Neben alten Geräten waren viele neue Teppiche mit Kriegsmustern zu sehen.

Die Vermittlungsagenturen wollen jeweils ihren Computer füttern und erklärten mir, wie unwert ich sei. Von den direkten Firmen zeigte die erste Firma Interesse, mir das 3-D-CAD beizubringen. Sie entwickeln Autoteile und kleine elektronische Geräte. Die zweite Firma stellt Fördersysteme z.T. mit Handlingsystemen vor allem für die Autoindustrie her. Die 3. Firma konstruiert auch vor allem Autoteile, hat aber vermutlich zuwenig Aufträge. Sie hat unterdessen schon abgesagt. Die 4. Firma würde mich 3 Monate ohne Lohn auf ihrem 3-D-CAD-System, das ich bei den andern nicht gefunden habe, ausbilden und dann an Firmen vermitteln. Die 5. Firma arbeitet für den Carrosseriebau. Als Versuchstechniker würde ich vor allem Interieur-Teile prüfen. Die Versuche würden in der Porsche-Fabrik stattfinden. Ich könnte meine Fähigkeiten als Carrosseriesattler und zu improvisieren brauchen, würde aber nicht viel dazu lernen. Ich könnte praktisch und fast ohne Computer arbeiten. Ich habe aber von keiner Firma eine Zusage. Alle wollen noch Bescheid geben.

Seit dem 17. Januar bin ich z. T. wieder in der Schweiz. Ich habe anfangs fast keine Kundenarbeit, da ich mich bei den meisten Kunden für immer abgemeldet habe. Nach und nach melden sich die Kunden aber trotzdem wieder. Ich richtete mich ein, damit ich noch etwa 3 Monate hier leben und arbeiten kann. Mit Hilfe des Freundes einer Bekannten suche ich noch in den Niederlande Stellen und habe wieder ein paar Bewerbungen nach Norwegen geschickt. Ausserdem habe ich doch noch Verbindung zum Kosovo herstellen können und mich um eine Tätigkeit in Afghanistan beworben.

http://rebuild-Afghanistan.com/display.asp?mid=212

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 28. desember 2019